JAPANESE BREAKFAST - ROAD HEAD

Soundtrack der Woche #95

Psych Pop oder Psych Rock oder wie auch immer sich dieses Genre dahinschmelzender, meistens belangloser Musik nennt ist on the rise. Viel anfangen lässt sich mit den oft überproduzierten Alben meist nicht. Schichten von Synthesizern werden über Schichten von Synthesizern gelegt. Das Ganze wird übertönt von überdimensionierten, sphärischen Klängen, welche den Sound zu einem einzigen, monotonen Brei konturloser Harmonien pürieren. Die Armada an verwendeten Sounds wird bis zur Unkenntlichkeit vermengt und komprimiert. Praktisch, denn man braucht sich gar nicht mehr um Details zu kümmern, da diese sowieso untergehen.

Es gibt nur wenige Vertreter des Genres, die es Verstehen die wunderschöne Melancholie, die Vielschichtigkeit und die Trägheit, die dieser Musik eigentlich beiwohnen sollten, zum Vorschein zu bringen. Dazu gehören Meister wie Tame Impala oder Unknown Mortal Orchestra aber auch weniger Bekannte wie Yellow Days. Sie geben den wohlgeformten Sounds eine Chance sich zu präsentieren statt uns mit einer Flut undefinierbarer Klangwellen zu erschlagen. Man kann sich in Ihrer Musik verlieren ohne die Orientierung zu verlieren, weil Ihre Musik Konturen in die großen Räume zeichnet die sie aufspannen.

Zu diesem Kreis zählt auch Japanese Breakfast.

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Jan

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