Soundtrack der Woche. Geht so: Wir suchen 52,1429 mal pro Jahr (mal 52, mal 53!) einen besonders höhrenswerten, hippen oder interessanten Track aus. Schreiben ein paar mehr oder weniger Worte dazu und teilen ihn. Hier sind sie dann alle versammelt. Wir sind überzeugt, so entsteht ein wilder wunderbarer Mix.

SdW #108 Nils Frahm – A Place

Nach Viktorias Soundtrack und zig Publikationen nun das erwachsenste Werk von Frahm. Ein Soundtrack für ein Ballett der Alltäglichkeiten: Rote Ampeln, Dampfende Gesichter im eisigen Winter, das Pfeifen der Metrotüren, das Flackern der Neonröhren im Untergrund und die dicksten Regentropfen, dort wo man am Bürgersteinrand nahe der Gebäude eigentlich Geborgenheit sucht.

SdW #107 Massive Attack – Paradise Circus

“Paradise Circus” ist 2010 auf Massive Attack’s fünften Album Heligoland erschienen. Der SdW entält sinnlichen Gesang ein repetitiver aber vertrackter Teppich aus Bass und Percussionfäden, der zuverlässig vor sich hinschwebt. Außerdem gibt’s ein verwirrendes und interessantes Musikvideo dazu, dass einen gewagten Interpretationsversuch provoziert.

SdW #103 Nicolas Jaar – America I’m for the Birds

This is the kind of music that nourishes my soul. Nicolas Jaar ist göttlich gut. Wer Lust auf wirklich raffinierte elektronische Musik hat, der sollte sich Nicolas Diskographie gänzlich zu Ohr führen. Ich habe extra nochmal gesucht; Nicolas Jaar war noch nicht Soundtrack der Woche bei uns. Dieser Mangel wird jetzt behoben.

SdW #101 Rejjie Snow – 1992 feat. Loyle Carner

Rejjie Snow ist insofern grundsympathisch, als dass er trotz seiner mächtigen Internet-Followerschaft kaum im Rap-Zirkus wahrgenommen wird. Der Ire betreibt keine ausgeleierte Feature-Wirtschaft, sondern tauchte die letzten Jahre in der Kunstwelt unter, um in Ruhe sein sehnlich erwartetes Debütalbum »Dear Annie« zu schreiben.

SdW #100 Anour Brahem – The Recovered Road To Al-Sham

ECM gibt auf und auf einen Schlag ist einiges der weltbesten Jazz und Klassik Aufnahmen online zum Streaming verfügbar. Anour Brahem greift auf die Fertigkeiten von ECM zurück und bringt 2017 ein weiteres wunderbares Album namens Blue Maquams heraus. Unser 100ter SdW!

SdW #99 Nick Hakim – Cuffed

Nick Hakim begann seine Discographie mit einem Schlussmachlied. In Cuffed geht es um – ein bezauberndes Mädchen.

SdW #97 King Krule – Biscuit Town

Es ist dunkel und versifft. Aber das Bier am Tresen ist vergleichsweise erschwinglich für teuer werdende Südlondon. Krumm da kauernd raucht Marshall an einem Tische. Ein vereinsamter Ventilator dreht – viel zu langsam – seine Runden über der Theke. Er kommt nicht an gegen den jungen großgewachsenen Kettenraucher mit rotem Haar. Hier sinniert er über fiese Körpersekrete und überzieht das Thema Scheitern mit einem Hauch von Glamour. King Krule.

SdW #96 Giant Rooks – Bright Lies

Giant Rooks kommen aus Hamm und machen Musik. Hammer Band – höhö. Ihre Musik bezeichnen sie als ,Art Pop’ und meinen damit „künstlerisches Experimentieren, verknüpft mit Pop-Elementen“.

SdW #95 Japanese Breakfast – Road Head

Es gibt nur wenige Vertreter des Genres, die es Verstehen die wunderschöne Melancholie und die Trägheit, die dieser Musik eigentlich beiwohnen sollten, zum Vorschein zu bringen. Zu diesem Kreis zählt auch Japanese Breakfast.

SdW #94 The Soul Session – The Passage

Es hat etwas sehr elegantes und erhabenes, ausschließlich im guten Sinne, mit welcher Souveränität es dem Deutschlandfunk gelingt, grandiose Musikperlen ganz subtil zwischen den Radiobeiträgen zu platzieren.

SdW #93 Racing Glaciers – Carry It On

Racing Glaciers sind eine englische Rock Band, die seit Sommer 2012 existiert. 2016 erschien ihr Debütalbum Caught in the Strange. Was für ein schöner Name!

SdW #92 Masego – Navajo

Der hyper fesche Masego macht Musik mit HipHop Beats, souligen Stimmen und, natürlich, einem Saxophon. Er ist unangefochtener Meister seines Stereotyps, bedient dieses in Perfektion.

SdW #91 Rhye – 3 Days

Rhye. aesthetic over dose. Erotik der Unwissenheit. Am Anfang war nichts. Dann ein Bett, mit Satin bezogen – stets körperwarm, bisweilen leicht schwül, aber nie explosiv. Weich und windig wie The XX oder Feist. Da klingt Liebe durch.

Sdw #90 Thundercat – Show You The Way

Thundercat ist kein Quereinsteiger und kein Schlafzimmernerd. Manchmal Drunk. Ein Album, das gespickt ist mit Leichtigkeit und Verspieltheit. Show You The Way ist sicher das

SdW #89 Baxter Dury – Miami

Die butterweiche Frauenstimme, die immer wieder in diesen Tracks auftaucht, stemmt sich gegen den dreckigen, selbstgefälligen manchmal abartig männlich erotischen sprechgesang.

SdW #88 Mount Kimbie – Marilyn

Mount Kimbie bieten mit ihrem neuen Album eine bunte Pauschalreise durch Krautrock und Postpunk an. Das ist ein schönes Projekt, einfach mal querbeetein. Aber so richtig umhauen tut einen das Love What Survives irgendwie einfach nicht. Marilyn ist dennoch…

SdW #87 J. Bernardt – My Own Game

Ah, diese markante Stimme kommt einem doch irgendwoher bekannt vor – J. Bernardt ist Jinte Deprez, seines Zeichen einer der Leadsänger meiner Lieblings Indie-Pop-Rock Band Balthazar aus Belgien. Vom Volk hin zu einem elektronischeren Sythie-Sound.

SdW #85 SOHN – Bloodflows

SOHN. Wahl-Wiener mit Londoner Wurzeln wurde schon 2014 zum bekannten Geheimtipp. Mittlerweile nicht mehr alleine und mit schwarzer Kapuze, sondern mit Hut.

SdW #84 Portico – 101

Das Portico Quartet in „geschrumpfter“ Besatzung. Easy: Portico. Und plötzlich ziemlich weit entfernt von ihrer alten Musik, dem Jazz. Wie es dazu kam ist sehr kompliziert. Klingen auch sehr gut und zeigen, wie schön Ausflüge sein können und die Rückkehr zum Quartet jetzt viel verspricht. ***Bonus Ninja Playlist inklusive***

SdW#81 Max Graef – No5

Ein Glück, dass Max Graef für frischen Wind sorgt. Füße ins Eisbad, Mukke an und zurücklehnen. Das ist ein guter Plan.

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