SdW #31 Rusconi – Berlin Blues

SdW #31 Rusconi – Berlin Blues

RUSCONI - BERLIN BLUES

Soundtrack der Woche #31

Das schöne am Jazz ist, dass man eingetlich nie weiß was als nächstes passiert.

Der Jazz des schweizer Trios Rusconi ist gespickt mit Ausflügen frenab jeder Genregrenzen und vereint neben der Klassischen Jazz Instrumentierung Gitarren, Gesang und Synthesizer zu einer Musik die abwechslungsreicher kaum sein könnte. Dementsprechend breit Gefächert ist die Liste an Einflüssen: Miles Davis, die Sex Pistols oder Flying Lotus.

Das Ergebnis sind unglaubliche lebendige und progressive Tracks, die im ständigen Wandel zu sein schein. Berlin Blues ist ein Paradebeispiel. In 4 Minuten packt Rusconi mehr als Andere auf eine ganze Platte.

Rusconi nimmt dich mit auf eine wilde Reise in verrückt schöne Klangwelten und vielen unerwarteteten Momenten. Irgendwo zwischen freier Interpretation und regiden Strukturen präsentiert uns Rusconi einen genialen Jazz und Tracks die sich ständig neu erfinden.

 

© Rusconi

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SdW #17 Balthazar – Do Not Claim Them Anymore

SdW #17 Balthazar – Do Not Claim Them Anymore

BALTHAZAR - DO NOT CLAIM THEM ANYMORE

Soundtrack der Woche #17

Balthazar! Das war ja früher oder später einfach fällig! Meiner Ansicht nach zur Zeit die spannendste Indierock Band auf dem europäischen Festland. Das liegt sicherlich an dem wilden Stil, den Streichern und der musikalischen Vielfalt. Belgien – das Land zwischen den Niederlanden und Frankreich. Unscheinbar, irgendwie. Jetzt aktuell bekannt durch eine verlorene Jugend in Moolenbek, wo die Terroristen von morgen leben?  Ein ewiger Zwist von flämischer und französischer Bevölkerung und eine bemerkenswerte Auswahl an gutem Bier. Aber Belgien mausert sich immer mehr zum Heimatland anerkannter Indie-Künstler. Das Geheimtipp-Image haftet weiterhin am Quintett Balthazar. Und das, obwohl sie ihren Sound selbst mit Arctic Monkeys, The Streets, The XX und den Gorillaz vergleichen. Die Fusion klingt dennoch einzigartig nach Balthazar.

Balthazar aus Belgien haben als Duo mit Straßenmusik angefangen. Mittlerweile ist die Band zum Quintett herangewachsen und füllt große Clubs – die Straße hört man Balthazars Mischung aus Indierock, Folk und Kammerpop aber immer noch irgendwie an.

Wenn als traditionell letztes Stück eines Konzerts Blood Like Wine gespielt wird, die Fans vor der Bühne alle ihre Becher heben und mitsingen Raise your glass to the nighttime: Dann hat man soeben einen Auftritt von Balthazar erlebt und geht ziemlich aufgedreht, gut gelaunt, bestens unterhalten, mit dem bluesigen Sound im Herzen und den Kopf voller Melodien hinaus in die Nacht. Auf den Geschmack kommt ihr auch mit dem Konzert hier drunter im Saal Ancienne Belgique.

Meiner Meinung nach lohnt sich die gesamte Diskografie! Viel Vergnügen!

SdW #15 Kakkmaddafakka – Young You

SdW #15 Kakkmaddafakka – Young You

KAKKMADDAFAKKA - YOUNG YOU

Soundtrack der Woche #15

Die Champoins League Hymne ertönt, zwei Buttler stürmen mit Meterhohen Fahnen die Bühne, einer nach dem anderen betreten sechs Norweger den Platz an dem sie sich am wohlsten fühlen. Sie performen eingängigen aber keinesfalls eintönigen Indie, Texte zum mitsingen und Grooves zum Tanzen. Auf der Bühne steht Kakkmaddafakka, bekannt für ihre fulminanten Liveauftritte, sie inszenieren sich als die inkarnierte Coolness, die fleischgewordene Lässigkeit. Das gelingt ihnen ausgesprochen gut, vor allem Live.

Anfang des Monats veröffentlichten Kakkmaddafakka ihr mittlerweile viertes Studioalbum KMF. Es geht ruhiger einher als seine Vorgänger, behält aber den typischen Kakkmaddafakka Sound bei: ein bunter Straus aus Rock, Funk, Disco und Pop. Anders als zum Beispiel Heist ist es jedoch mehr ein Album fürs Frühstück als für die Nacht, „erwachsener“ wie sie selber sagen. Young You findet sich irgendwo zwischen diesen beiden Polen.

Kakkmaddafakka übersetzt sich übrigens zu party animal und ist einfach „a fun thing to say“.

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Kakkmadafakka

© FKP Scorpio, Kakkmaddafakka

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