SdW #28 Von Wegen Lisbeth – Meine Kneipe

SdW #28 Von Wegen Lisbeth – Meine Kneipe

VON WEGEN LISBETH - MEINE KNEIPE

Soundtrack der Woche #28

Yeah! Von Wegen Lisbeth liefert uns die perfekte Sonntagmittag, Sonne brennt, im Park hängen Mukke. Zwischen Palmen und Heimtrainern servieren uns die berliner Jungs feinsten Indie; ihre gute Laune ist ansteckend. In weißen Tennissocken singen sie über Lina, die Liebe, New York oder die 110km/h im Kreisverkehr. Ihre Texte haben etwas von Bilderbuch, ihr Sound liegt irgendwo zwischen der Power von Kraftklub, der Melodik von Annenmaykantereit und dem Einfallsreichtum von GOLF. Sie laufen rum wie POOL und saugen aus ihren Casio Keyboards abgefahrene Sounds. Scheiße, die Jungs vereinen alles was deutscher Indierock braucht. Der Funke ist übergesprungen!

2014 haben sie eine kleine, feine EP aufgenommen: Und Plötzlich der Lachs gibt die Richtung ganz gut vor. Zu empfehlen: Sushi. Die EP gibt es in voller Pracht und Länge auf Bandcamp. Daumen hoch dafür!

 

Noch fünf Mal schlafen, dann erscheint ihr neues Album Grande. Wir sind gespannt wie Flitzebogen! Ihre Tour setzten sie dann einfach bis Oktober fort.

© VonWegenLisbeth

 

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SdW #26 Wyoming – Moon Jaunt

SdW #26 Wyoming – Moon Jaunt

WYOMING - MOON JAUNT

Soundtrack der Woche #26

Seit ihrem ersten Album Fountain sind wir große Fans von Wyoming. Die beiden Brüder Sascha und Manuel haben zusammen mit einem Kindheitskumpel David in dem kleinen Örtchen Lörch ein extrem interessantes Projekt gestartet.

Zum ersten Mal haben wir sie in einem kleinen Club irgendwo in München als Vorband von Glass Animals, die sich wohl kaum eine passender Vorband hätten aussuchen können, gehört. Die drei verrückten Jungs aus Köln haben einen einzigartigen Sound. Viele Synthies, sehr schwebend, hier und da ein wenig verträumt aber mit komplexen Rhythmen. Moon Jount vom gleichnamigen Album ist so ein typischer Wyoming Track. So richtig befriedigend sind Vergleiche mit The XX oder The Whitest Boy Alive (denen sie sich selber nahe sehen) nicht, dafür ist ihr Klang zu einzigartig. Hinter der vermeintlichen Hipster Fassade versteckt sich ein cleveres Trio, dass einiges im Petto hat.

Sehr hörenswert ist auch dieses Glanzstück ihres vergangen Albums:

 

© Wyoming

SdW #25 Pillow Talk – Meet Me In The Dark

SdW #25 Pillow Talk – Meet Me In The Dark

PILLOW TALK - MEET ME IN THE DARK

Soundtrack der Woche #25

PillowTalk das sind Sammy D, Ryan Williams und Michael Tello. Sie produzieren im bekannten Lower Haight District in San Francisco. PillowTalk’s Musik lässt klassischen R&B, Boogie und Disco mit underground House und Techno verschmelzen.  Ein bisschen merkwürdig, aber cool!

Einfach zu verdauen die Musik, trotzdem ganz nett! Die Bandgeschichte begann mit einer Session am baby grand piano in Ryan’s Küche. Sie fanden ganz organisch zusammen und schwups die wups waren die ersten Songs produziert. Besonders gepackt hat uns „Meet Me In The Dark“. Hört selbst!

Charmanter Dancepop Song ist dieser. Ihr Genre allgemein wird dem amerikanischen ‘D.A.G’ (destroy all genres) zugeschrieben. So touren die drei Herren nun rund um den Globus und spielen im Trio in wichtigen Clubs wie dem Kater Blau in Berlin oder dem Heart in Ibiza.

SdW #23 GOLF – Geheimnis

SdW #23 GOLF – Geheimnis

GOLF - GEHEIMNIS

Soundtrack der Woche #23

GOLF, vier Jungs, die mit saugeilem Synthie-Topsound beweisen, dass man zu poetischer Generation-Y-Melancholie (gibt es das überhaupt?) auch tanzen kann. Ich habe jetzt eine Woche hinter mir, warte gespannt auf die Platte! Mann, GOLF hat es mir angetan. Der Sound ist bestimmt gewöhnungsbedürftig, aber erste Sahne. Das Reinhören in deutsche Musik ist ja manchmal etwas tricky. Ich empfehle hier wärmstens: Hört GOLF, ich finde es wahnsinnig raffinierte und erfrischende Musik.

Der Soundtrack der Woche ist für mich nicht nur der Song Geheimnis, sondern die gesamte Platte Playa Holz.

Die Gruppe Golf gehört derzeit zu den spannendsten Newcomern. Ihren Sound bezeichnen sie selbst als „Dada Disco“ und nach einer ersten EP im letzten Jahr veröffentlichen die vier nun ihr Debüt-Album. Die Musik ist irgendwo zwischen neuer deutscher Welle und Hamburger Schule (hier wird ein hoher intellektueller Anspruch zugemessen und die Musik ist umfangreich mit Gesellschaftskritik, linkspolitischer Einstellung und postmodernen Theorien ausgestattet) machen. Für ihren Sound nutzen Golf so ziemlich jeden Gegenstand, der ihnen in die Finger kommt, vom Staubsauger bis zum Tischtennisball. Das Debüt-Album von Golf trägt den schönen, wie außergewöhnlichen Namen „Playa Holz“, der unter anderem den Hang der Band zum Dadaismus wiederspiegelt. „Außerdem wollten wir zwei Wörter entgegenstellen, die möglichst unterschiedlich sind und beide eine Facette unserer Musik zeigen. Playa ist halt dieser groovy, funky, spanische Einfluss, den wir auf jeden Fall drin haben, auch weil ein Teil des Albums in Spanien entstanden ist. (…) Und Holz ist so das komplette Gegenteil. Das ist ganz gerade, eine Silbe, super deutsch, wie die Texte nun mal deutsch sind. Und das war so der Gegensatz den wir auch in unserer Musik hoffen zu vereinen“.

Es gibt aktuell den Track Zeit zu Zweit in einem tanzbaren Remix vom Genie Roosevelt kostenlos zum Download.

Passt! Übrigens sind auch die Videos berüchtigt 😉 Moderat lobt die Jungs auch unter anderem dafür:

SdW#20 Ry X – Deliverance

SdW#20 Ry X – Deliverance

RY X - DELIVERANCE

Soundtrack der Woche #20

Ry X ist verantwortlich für zwei der interessantesten und besten Alben elektronischer Musik der letzten beiden Jahre. 2014 veröffentlichte er mit The Acid das unglaublich tiefgehende Album Liminal. Zusammen mit Frank Wiedemann produzierte er letztes Jahr ein nicht weniger geniales Album: Howling. Der gleichnamige Titeltrack rangiert ganz weit oben auf unserer Chartliste!

 

Sein nun erschienenes Album Dawn ist Rys zweiter Anlauf sich als Solokünstler zu probieren. Schon 2010 veröffentlichte er in Los Angeles unter seinem echten Namen Ry Cumings sein erstes Album. Der Erfolg schien ihm gewiss, er spielte als Vorband diverser namenhafter Mainstream Acts, die Leute feierten seine Musik. Der Künstler selber konnte sich mit seinem Erfolg nicht anfreunden. Er fand seine Musik scheiße, hasste den Kommerz und schmiss hin. Nach kurzer Besinungsrunde meldete er sich 2013 mit einer EP aus Berlin zurück, bevor er seine oben gennanten Projekte startete.

Er ist ein Meister seines Genres – hat nicht nur für uns die Grenzen elektronischer Musik neu definiert. Seine Projekte sind eine spannende Mischung aus tanzbarer Clubmusik, entspannten Traumwelten und komplexen Klangbildern. Seine Musik ist alternativ, irgendwie anders und trifft damit einen Nerv bei uns. Wir freuen uns auf seine neuen Tracks.

© Ry-x

 

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