SdW #152 Moses Gunn Collective – Shalala

SdW #152 Moses Gunn Collective – Shalala

MOSES GUNN COLLECTIVE - SHALALA

Soundtrack der Woche #152

Ladies and Gentlemen, es gibt noch eine Alternative zu Tame Impala

Nichts ist anstrengender als das Hören von Musik, der das Leben bereits entzogen wurde, entweder durch Komprimieren, Produzieren, Mischen oder Mastern. Aalglatt schmeckt dann der ausgewogene 4/4 Pop und ist so spannnend wie ein Früchtebeuteltee im Sommer.

Manchmal brauchen wir Dinge, die aufgekratzt, aufgearbeitet und rau genug an ihren Ecken sind, um uns ein Gefühl viel bewunderter Authentizität zu vermitteln. Musik soll, wie unser Leben, nicht immer einen makellosen Eindruck erwecken – das stresst.

Am Low-Fi-Ende des Klanges finden öfters wir diese schrullige Authentizität und was wir von dem vierköpfigen Moses Gunn Collective aus Brisbane hören, ist der Inbegriff aller oben genannten Gedanken. Der Sound ist zwar nicht neu (Vgl. Portugal The Man, Temples, Tame Impala), sodass MGC das Rad nicht neu erfindet, wenn es um diesen psydelisch-verträumten Poprock geht. Was sie aber machen, machen sie gut und manchmal ist es genau das wonach wir suchen.

Psychedelisch wird es schnell, wenn wir einige Frequenzen einfach rausdrehen, aber MGC bietet dazu auch noch gute Texte. Insgesamt einfach gut.

Weitere Anspielstationen: Back into the Womb, Mary

 

SdW Playlist

Autor

Felix

Gründer | Bayreuth

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Playlisten von uns

Wulle

Spinnen wir nun diese herrlich sinnbefreiten Assoziationen weiter und sammeln Musik zum Biertrinken. Diesem ehrlichen und bodenständigen Getränk.

The Indie Way of Dancing

Neben Hipster ist Indie das wohl am wenigsten definierte Wort der Generation Y, gleichzeitig soll es tragende Kraft jenes Konstruktes sein. Es fehlt ein wenig an Kontur.

Chateau Tour de Montrabech

Ce Corbiéres à la robe rouge intense révèle des arômes de fruits rouges mûrs agrémentés de délicates notes épicées.

Jahresrückblick SdWs 2018

Was für ein Jahr! 52x kürten wir den Soundtrack der Woche in 2018.

SdW Playlist

Hier sind sie alle versammelt. Woche für Woche stößt ein neuer SdW dazu. Wir sind überzeugt, so entsteht ein wilder höhrenswerter Mix.

SdW #63 Parcels – Hideout

SdW #63 Parcels – Hideout

PARCELS - HIDEOUT

Soundtrack der Woche #63

Kawumms. Ein verschwitzter Club, Synthesizer und Drums dröhnen angenehm, klettern in die Höhe. Druckabfall, alles aus, ein lässiger E-Gitarren Sound spielt frei. „Good evening, we’re Parcels“, verkündet einer der fünf Langhaarigen mit quietschbuntem Hemd im 70er Jahre-Style in der Mitte, während das Publikum die musikalische Finesse mit Wouh Rufen quittiert.

Hideout, die neue EP von Parcels, handelt von innerer Unruhe, Unsicherheit, Neuem und dem stetigen Verstecken von Gefühlen, die jeder kennt.

Druckvoll spielen sie, beherrschen ihre Instrumente nahezu perfekt. Fünf Teenager aus Byron Bay, New South Wales, Australien, versuchten sich in verschiedenen Bands unterschiedlichster Couleur, bevor sie in ihrem letzten Highschool-Jahr als Parcels zusammenfanden.

Dann Hippie-Roadtrip ins Ungewisse. 2015 kommen Patrick Hetherington, Louie Swain, Noah Hill, Anatole Serret und Jules Crommelin, allesamt langhaarige entspannte Typen, in Berlin an. Ein Ein-Zimmer-Apartment für die ganze Band, wenig ausgewogene Ernährung, per Anhalter zum nächsten Gig. Zwei Monate später spielen sie bereits auf der Fusion und dem Dockville.

Eine eigene Idee von Disco und Electronica

Sie formen ihren eigenen Entwurf aus Electronica, Funk und Disco, der Vergleiche zu Chic, Flight Facilities und Jungle erlaubt. Und sie machen sich in Berlin einen Namen als Liveband. Tatsächlich sind die Unterschiede zwischen allem, was Parcels auf soundcloud veröffentlicht haben und dem, was live passiert, enorm. Ihr gepflegter Oldschool-Disko-Sound mit coolen Jazz-Ausflügen und einem Touch Slow-Funk mutiert live zum schweißtreibenden Disko-Inferno mit elektrischer Mothership-Connection und dem unbedingten Willen, das Publikum ausrasten zu sehen. Super retro geben sie sich. Gegenüber dem Guardian erklären, sie warum sie die Makellosigkeit von Studiomusik mögen, aber dass elektronische Musik mit ihrem strikten, unnatürlich perfekten Rhythmus ihnen zu wenig Gefühl offenbart.

Musikalisch versiert und groovy wie die Bee Gees, mit einer elektronischen Kante von Daft Punk und Bühnenoutfits aus dem Schrank von Thomas Magnum, nur cooler. Disko Dance Party.

Und jetzt: Label-Heimat gefunden, etwas mehr Ordnung, nächste große Festivalrunde, nachdem wir sie scheinbar auf dem Dockville verpasst haben (Was?) und das Debütalbum 2017, auf das ich sehr gespannt bin. Bevor sie bald ihre größte Europatour spielen, haben sie im Februar und März noch die Indiegröße Two Door Cinema Club auf Tour begleitet.

So jetzt aufdrehen und tanzen.

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Autor

Felix

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SdW #37 Rüfüs – Innerbloom

SdW #37 Rüfüs – Innerbloom

RÜFÜS - INNERBLOOM

Soundtrack der Woche #37

Rüfüs, auch Rüfüs du Sol, ist eine Band aus Sydney, die sich auf Indie Dance spezialisiert hat. Viel mehr möchten wir gar nicht verraten, außer dass es uns gefällt. Hört doch mal rein. Ab und zu machen sie einen Musikstücl, dass es insich hat. Innerbloom heißt unser Soundtrack der Woche.

Zack, fertig – Soundtrack der Woche. (Am Freitag, cheers!)

Rüfüs erleben

Rüfüs ist im Herbst auf Tour und kommt auch nach Deutschland. Alle Termine zum Tanzen finden sich hier.

SdW #14 Millions – B Chill

SdW #14 Millions – B Chill

MILLIONS - B CHILL

Soundtrack der Woche #14

Gute Musik kann nie zu alt sein um entdeckt zu werden! Dieses Glanzstück aus dem Jahr 2014 fand erst kürzlich den Weg in unsere Ohren. Für einen Moment dachten wir an Arctic Monkeys, mussten kurz unsere müden Augen reiben, aber auf dem Bildschrim stand Millions. Eine Band aus Australien, die mit ihrer Interpretation des Indie Rock unsere Herzen erobert haben.

2014 veröffentlichten Sie ihr „aktuelles“ Album Max Relax, welches ihr maximal entspannt bei Bandcamp streamen könnt. Sehr sympatisch! Ein sehr gelungenes Album, teils tanzbar, teils tiefenentspannend, ein wunderbares Hörerlebnis.

Heraus sticht für uns B Chill, mit seinen wunderbare Akkordfolgen und einem spitze Solo. Unglaublich dramatisch aber wunderschön, ein Track der irgendwie glücklich macht ohne sonderlich glücklich zu sein.

Noch älter, aber mindestens so gut ist Guru (2012), ein zwei Minuten Sprint mit ordentlich Power.

Millions Musik hat es uns sehr angetan, sehr interessante Harmonien, die vielen ihrer Tracks eine spannende Dramatik verleihen, die die Band für uns aus der Masse an Indie Rockern heraushebt.

Millions

© Millions, Andrew Gough

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