SdW #183 Flavien Berger – Brutalisme

SdW #183 Flavien Berger – Brutalisme

FLAVIEN BERGER - BRUTALISME

Soundtrack der Woche #183

 Einer der aufregendsten Künstler der französischen Szene! Flavien Berger.

Man, ey sein psychedelischer Elektropop ist gerade einfach der Sound der Stunde. Irgendwie schafft Flavien Berger genau die Melancholie zu verpacken, die einen selbst manchmal packt.

Wie die Zeit vorbeirast, wie die Welt sich immer schneller dreht, wie alternativlos unsere Erzählung von Konsum und Wachstum ist, wie aussichtslos Veränderung scheint. Das alles höre ich in seiner Musik. Und doch auch einen Funken Optimismus. Verrückt eigentlich. Und unglaublich facettenreich.

Irgendwie eine sehr eigenartige, sehr strange Soundwelt, in die uns Flavien Berger mitnimmt. Ein besonderes Revival der 80er Synths aus Frankreich gepaart mit Chanson und pyschodelischen, sehr melodischen Elementen. Das erzeugt meines Erachtens eine wilde Poesie.

Es ist es wirklich wert sich einmal tief durch die Musik von Flavien zu wühlen. Perfekt für euren Sonntag.

Weitere Anspielstationen: Pamplemousse, intro (apollo chimerian), microsono, en même temps, Hyper Horloge, l’araucaria

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Autor

Felix

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Novembrrr Musik

November, das ist dein Soundtrack. 25 Tracks, um dich auszuhalten.

good,,,,hip,,,hop

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MS Dockville

Das MS Dockville mit einem Booking – bunt und extrem newcomeraffin. Hier gibt’s ein wenig von 2014, 2016 und 2017 durcheinander.

SdW 2016

Alles SdW aus 2016. 2016 war ganz schön fantastisch und ganz schön turbulent. Was die Musik angeht, findet Ihr hier nochmal das Jahr zum „nachhören“.

L’amour toujours

C’est la première fois depuis bien longtemps que je me sens prêt à sauter vers l’inconnu. Et peu importe si je fonce droit dans un mur: je veux t’aimer.

SdW #123 Myd – The Sun

SdW #123 Myd – The Sun

MYD - THE SUN

Soundtrack der Woche #123

Ungefähr ein Jahrzehnt schon hat Ed Banger Records, ein kleines Pariser Label verschiedenen Ikonen der dance music Obdach geboten. Quentin Lepoutre, aka Myd, hat bisher beats für französische Rapper zusammengeschustert und Tracks für düstere Club Nächte gebastelt. Mit The Sun aber verfolgt er ein ganz anderes Ziel: den Sommer somöglich wie lange bei Laune zu halten.

The Sun ist Teil der französischen feel good house Tradition. Aber im Gegensatz zu Daftpunk gestaltet Myd seine Musik nicht so sehr mit verspielten Basslines, und verrückten Synths, sondern findet seine eigene Nische in Frankreichs House Landschaft.

Always on the run
Towards the sun
We always wonder
Why we love it
Why we love

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Felix

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Chateau Tour de Montrabech

Ce Corbiéres à la robe rouge intense révèle des arômes de fruits rouges mûrs agrémentés de délicates notes épicées.

Le Pas Saint Angel

Le Pas Saint Angel. Genug Musik für einen Abend mit Freunden, alleine am Schreibtisch, zu zweit auf der Couch, zu dritt am Herd oder zu viert auf dem Tisch tanzend.

Draußen ziehen Wälder vorbei

Bis wir vergessen [wer, wo, was, wie] wir gerade sind.

Unabhängig ist keine Musik

Eine Indie Playlist.

Danach.Morgen

Blinzeln. In der Etage über mir fällt etwas zu Boden. Die Sonne knallt erbarmungslos durch die Jalousie durch, dabei ist es eigentlich grau draußen. Zeit für Musik.

SdW #74 Kerala Dust – Nevada

SdW #74 Kerala Dust – Nevada

KERALA DUST - NEVADA

Soundtrack der Woche #74

Als Darkside sich verabschiedete, klaffte eine Lücke im Bereich der Intelligence Dance Music, kurz IDM. Nicolas Jaar himself hatte sich damals mit dem begnadeten New Yorker Gitarristen Dave Harrington zusammen getan und  zwei Alben produziert. Einerseits ein komplettes Remake des damals jüngst erschienen genialen Albums Random Access Memories von Daft Punk und andererseits ein der Formation namensgleiches Album (Darkside), das Begeisterungsstürme bei Kritikern und Fans von Nicolas Jaar hervorrief.

Diese Lücke füllt nun gewissenhaft ein noch recht unbekanntes Trio aus Großbritannien, genauer gesagt aus dem Londoner Süden. Sie fühlen sich wohl im Deckmantel der anonymen Großstadt und halten ihre Identität weitestgehend bedeckt.

Die Musik von Kerala Dust ist gleichermaßen melancholisch, tanzbar treibend und hypnotisierend. Der Bass hängt tief und drückt trocken nach vorne. Vorne kann man die Augen auch einfach verschließen und den vertrackten Effektfeuerwerken zusehen, die im Dunkeln auf der Netzhaut entstehen. Die Musik ist so ein bisschen Alverde Aloe Vera, wenn dagegen Solomun oder sonst wer Nivea wäre. Beides ganz gut, aber Ersteres viel natürlicher. Organic Electronic Music kombiniert mit Songwriting.

Auf der Website ihres Labels findet sich folgender schöner Gedankenfetzen, der vielleicht genau das zum Ausdruck bringt, was den Reiz von Kerala Dust ausmacht:

“The members within the inclusive isolation of this project would like you to dance while also wondering if there’s really a point to anything. The realisation that there is no point will merely be liberating”.

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photo credit: Liam Keown

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Autor

Felix

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SdW #33 Tame Impala – The Less I Know The Better

SdW #33 Tame Impala – The Less I Know The Better

TAME IMPALA - THE LESS I KNOW THE BETTER

Soundtrack der Woche #33

Tame Impala. Ein paar verstrahlte Hipsterboys machen Psychedelic Rock. Doch mit ihrem Album Currents wirbeln sie die beeindruckende Bandgeschichte nochmal neu auf. Der Kopf der Band und Vollzeit-Musikgenie Kevin Parker bricht mit dem verstaubt-verkifften Hippie-Gedudel und Vintage-Rock und präsentiert eine progressive Scheibe voller Synthie-Pop und Indietronica.

The Less I Know The Better ist eines der vielen hörenswerten Stücke auf dem 2015 erschienen Album. Let It Happen dürfte einigen Genrefremden sogar ein Begriff sein und The Moment macht Spaß, weil es so ein druckvolles Stück aussie Synths ist. Die Band drückt das Distortion und Reverb Pedal bis zum Anschlag. Mit Hilfe von Kokain und Pilzen produziert Parker ein abgefahrenes Album. Hypnotische Sounds laden zum Abtauchen ein und Live Visuals unterstreichen die verrückte Musik.

Inspiration Retro und Drogen

Dieser Junge Australier grooved also heute noch genauso historisch vor sich her wie berühmte Psychedelic-Rock-Bands aus den 60er Jahren (die guten Alten Zeiten ha) Cream, Hendrix und später die Beatles. Vintage Sound pur. Mit zwölf Jahren hat er agefangen Rock aufzunehmen im Schlafzimmer seiner Eltern und spielt bald mit Freunden in seiner ersten Band mit dem bescheuerten Namen Dee Dee Dums. Er spielt in Bars und nimmt Musikwettbewerben teil. 2007 gelingt den Jungs der Druchbruch: Sie werde zu einer der besten Campus-Bands Australiens gewählt und von einem Label entdeckt. Flux des lästigen Namens entledigt und nach einer afrikanischen Antilopenart benannt (bestimmt nicht abstinent entstanden, die Idee): Tame Impala.

Nachdem sie an ersten EP’s geschraubt haben begeben sie sich als Vorband unter anderem mit den „wesensverwandten Weirdos MGMT“ auf Tour und etablieren sich schnell landesweit. Nach zwei gelobten, aber doch sehr verstrahlten Alben kommt mit ihrem dritten Album 2015 der Befreiungsschlag.

Je mehr ich Musik erforsche, desto mehr merke ich, dass Grenzen dazu da sind, gebrochen zu werden„, erklärt Parker 2015 in einem Interview mit dem NME. „Mit jedem Album, das ich mache, komme ich der ultimativen Art von Musik näher, der ich zuhören möchte.“ Verrückter Dude.

Live?

Nur noch heute (14.08.2016) gibt es das Konzert auf dem Melt! Festival in der Arte Mediathek zu sehen. Und fortan gerippt auf Youtube.

Warum gucken die Jungs so böse?

© Tame Impala

© Tame Impala

Zwischenruf #11 WOMAN – Fever

Zwischenruf #11 WOMAN – Fever

WOMAN - FEVER

Zwischenruf #11

It’s a fever! Das ist die Musik einer jungen Band aus Köln, die wir bereits einmal als Soundtrack der Woche gefeatured haben. Die Jungs trauen sich nun raus aus dem Proberaum und präsentieren sich im Sommer auf zahlreichen Festivals, wie dem Melt. Sie machen schön gediegenen Pop weichgezeichnet mit einem Quäntchen Erotik und Soul. Dradio Wissen schreibt über WOMAN:

„Atmosphärische Beats, souliger Gesang, geschmeidige Synthies und hier und da ein paar psychedelisch-knarzende Gitarren: Woman aus Köln präsentieren auf ihrer ersten EP einen ganz eigenen, unwiderstehlich coolen Sound. Wer sie sind und wie genau sich dieses Gewitter aus Elektro, Disco, Funk und Soul zusammengebraut hat – darüber hat man bislang wenig erfahren. „Woman is a band from Cologne“, steht ganz nüchtern auf ihrer Facebook-Seite. Den Spagat zwischen früher und heute haben Woman mit “Fever” schon mal souverän gemeistert. Den letzten Schliff hat der Platte der Wiener Produzent Zebo Adam verpasst, der unter anderem auch schon Bilderbuch entdeckt und produziert hat.“

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht, dass Fever es in den Aftermovie eines schönen Festivals geschafft hat. Obwohl das Video ein bisschen mehr wie Urban Outfitterswerbung aussieht und weniger nach Aftermovie, die Musik ist fein.