SdW #146 Rikas – Picasso

SdW #146 Rikas – Picasso

RIKAS - PICASSO

Soundtrack der Woche #146

Schwabens coolste Schülerband.

Die Newcomer-Band Rikas tourt schon seit einer Weile mit bekannten Größen wie Bilderbuch, The Lemon Twigs und AnnenMayKantereit durch Deutschland. Zuvor waren sie eher auf den süßen Geheimtipp-Festivals wie dem Daughterville unterwegs. Jetzt haben sie ihr Mini-Album „Swabian Samba“ herausgebracht und gehen damit auf Tournee. Entdeckt habe ich sie ausgerechnet auf Bayreuths kleinem Kneipenfestival. In einer Stadt, die ansonsten ja nicht so berühmt-berüchtigt für fancy Musik (abgesehen von Wagner) ist.

Rikas ist irgendwie ein bisschen Parcels und ein bisschen Giant Rooks, eine Mischung, die sich ganz gut verträgt. News aufm Indie Radar. Um raus und rum zu kommen, buchten die Jungs, die sich aus der Schule in Stuttgart kennen, ein Interrail-Ticket und reisten während den Ferien durch Europa. Mit im Gepäck hatten die Jungs damals noch ihre Instrumente und ein paar Beatlescover. Die spielten Rikas vor allem auf den Straßen Südeuropas. Dort haben sie ihren eigenen Sound entdeckt.

Weitere Anspielstation: Dancing in My Room

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Autor

Felix

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Irgendwo bei Flensburg

Aufs Land oder ans Meer.

Baron de Lanezac, Bordeaux

Die Mischung macht’s. Dieser Cuvée überzeugt mit 12,5 Umdrehungen. Underdog und Klassiker. Handverlesen.

The Indie Way of Dancing

Neben Hipster ist Indie das wohl am wenigsten definierte Wort der Generation Y, gleichzeitig soll es tragende Kraft jenes Konstruktes sein. Es fehlt ein wenig an Kontur.

Novembrrr Musik

November, das ist dein Soundtrack. 25 Tracks, um dich auszuhalten.

BummBummAhh

BumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBumBum

SdW #130 Cutty Gold – What I Did

SdW #130 Cutty Gold – What I Did

CUTTY GOLD - WHAT I DID

Soundtrack der Woche #130

Menschen drängen sich durch den dunklen Garten. Der gold ene Schatten der Nacht legt sich über das kleine gutbürgerliche Haus. Der Rasen im Vorgarten liegt verräterisch still, lange nicht gemäht unter der Last der Fahrräder. Schallschwaden wabern über das Dach von der anderen Seite herüber. Hier und da stolpert man in ein unbekanntes Gesicht. Es wird Herbst.  In dunklen Ecken mögen sich Menschen. In der Küche beginnt ein Tanz. Im Keller geht er fort. Bier fliegt beim Tanzen durch die Gegend. Menschen fallen sich verschwitzt und überglücklich in die Arme. Der Duft von Grün umhüllt die Terasse. Teelichter ertrinken in Drinks. Im Moment ist die Energie unendlich. Die Anlage spielt Monday Tramps, diesen einen einzigen Song von Cutty Gold den wir kennen, Arctic Monkeys, Cage The Elephant, Velociraptors, Drowners und RocknRoll Queen. Es wird mitgesungen, angestoßen auf die Töchter ihrer Mütter und die Söhne ihrer Väter, es geht lange, sehr lange.

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Autor

Felix

Gründer | Paris

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The Indie Way of Dancing

Neben Hipster ist Indie das wohl am wenigsten definierte Wort der Generation Y, gleichzeitig soll es tragende Kraft jenes Konstruktes sein. Es fehlt ein wenig an Kontur.

Baron de Lanezac, Bordeaux

Die Mischung macht’s. Dieser Cuvée überzeugt mit 12,5 Umdrehungen. Underdog und Klassiker. Handverlesen.

Golden Five

80iger und 90iger Jahre Partys sind das Mc Donalds unserer Zeit, jeder geht hin, aber keiner will es zugeben. Irgendwie nicht am Puls der Zeit, und trotzdem reichlich gespickt mit Suchtpotential. Die Musik, die hier vorgestellt wird, entspricht keinem Genre, keiner Zeit, nur älter als 5 Jahre.

Zu mir oder zu dir?

Woohoo! Glücksgriff. Ihr wollt es also wissen. Sex ist spannend, macht glücklich, ist komisch, geil, hautnah, haut uns um. Wir fühlen uns gut. Hält dir und euch die nächsten Minuten oder Stunden (respekt) die Stellung am Soundsystem. Let the magic happen.

Unabhängig ist keine Musik

Eine Indie Playlist.

SdW #107 Massive Attack – Paradise Circus

SdW #107 Massive Attack – Paradise Circus

MASSIVE ATTACK - PARADISE CIRCUS

Das Video enthält explizite Szenen.

Soundtrack der Woche #107

It’s unfortunate that when we feel a stone
We can roll ourselves over ‚cause we’re uncomfortable
Oh well, the devil makes us sin
But we like it when we’re spinning in his grip

Love is like a sin, my love
For the ones that feel it the most
Look at her with her eyes like a flame
She will love you like a fly will never love you again

It’s unfortunate that when we feel a stone
We can roll ourselves over when we’re uncomfortable
Oh well, the devil makes us sin
But we like it when we’re spinning in his grip

Love is like a sin, my love
For the one that feels it the most
Look at her with a smile like a flame
She will love you like a fly will never love you again

Paradise Circus ist 2010 auf Massive Attack’s fünften Album Heligoland erschienen. Der SdW leiht sich die sinnlichen Vocals von der Sängerin Hope Sandoval. Spannend ist neben dem gedämpften Gesang ein repetitiver aber vertrackter Teppich aus Bass und Percussionfäden, der zuverlässig vor sich hinschwebt.

Das Musikvideo ist irgendwie weird und faszinierend zugleich. Das Musikvideo beginnt mit einer alten Dame, die davon erzählt, wie sie sich eine Zeit lang als Prostituierte versucht hat, wie schwierig das für sie war und was sie dann aber als Schaupielerin gereizt hat explizite Sexszenen zu spielen. Eine Oma, die selbstbewusst und oft clever über Sex spricht. Baf. Das Video (oben) verbindet sich mit der Musik und erzählt nun eine Geschichte über Intimität. Die Lyrics des Stücks sind recht einfach gehalten und trotzdem schwer zu entschlüsseln.

Paradis

Könnte man meinen es ginge hier nur um den bekannten Platz in Birminghams Innenstadt, bezweifle ich doch, dass es Massive Attack darum ging einen öffentlichen Platz zu besingen. Vom Titel also ausgehend können wir spekulieren, dass „Paradise“ ein perfekter, ruhiger Ort ist und oft mit dem Garten Eden assoziiert. Wie schon erwähnt hat der Song ganz klar erotische Untertöne und ja auch der Garten Eden wurde früh als utopisches Traumbild eines Liebes-Paradieses gesehen. In der Tat zeigt Hieronymous Bosch mit seinem in Madrids del Prado ausgestellten „Garten der Lüste“ auf der Mitteltafel ein fried- und freudvolles Beisammensein von Mensch und Tier. Überall sind überdimensionale Früchte, Erdbeeren, Himbeeren und Brombeeren platziert, Zeichen wohl der Lebensfülle und der Erotik. Vielleicht bezieht sich unser SdW also explizit auf dieses Bild des Eden und des Paradises und den Sehnsüchten unser allen. Sind das also Adam und Eva die sicheren und heiligen Sex haben? Aber nicht alles ist rosig im Paradise von Massive Attack, die für Kontraste und politische Einmischung bekannt sind. „Circus“ ist dann ein Schimmer von Zweifel. Vielleicht ist das ganze hier ja doch irgendwie ziemlich künstlich, arrangiert, gestellt und die sexuelle Interaktion nur Show.

Circus

Die ersten beiden Zeilen des Song könnten mit dem „uncomfortable“ „stone“ auf die Situation hinweisen und dass wir uns das aber gerne darüber hinwegblicken. Uns in eine Situation „roll over“ wegdenken, die uns besser passt. Anschließend auch eine Referenz zum Counterpart von Eden, der Hölle „the devil“, den wir gerne als Ausrede für unsere „Vergehen“ nutzen? Im Musikvideo taucht immer wieder eine Schlange auf, die als effektive visuelle Metapher genutzt wird, im Schnitt mit der (fake?) Befriedigung? Aber das ist nun mal schon seit Ewigkeiten menschlich, Begehren ist eine human condition. Und so wird dann weiter gespielt mit Sex und Gut und Böse. Begierde und Lust. Scham und Unschuld. Liebe und Lust verwechseln wir vielleicht mal. Und dann ist da am Ende noch She will love you like a fly will never love you again“ was in etwa so viel heißen könnte wie, dass die Frau die den Mann im Video befriedigt letztlich ihn auch nicht liebt. So sad. Vielleicht aber auch einfach eine abgefahren wilde Interpretation, unter Schlafentzug entstanden. Denkt euch das Eigene.

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Autor

Felix

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SdW #105 Drowners – Luv, Hold Me Down

SdW #105 Drowners – Luv, Hold Me Down

DROWNERS - LUV, HOLD ME DOWN

Soundtrack der Woche #105

I’m gonna hang around long enough to be part of the furniture.

Der Aschenbecher auf dem Blakon läuft über, Bier fliegt beim tanzen durch die Gegend, die Schuhsohle klebt am Parkett und du suchst auf dem Sofa vergeblich nach Stellen, die noch nicht in Rotwein getränkt wurden. Es ist zwar dein Balkon, dein Parkett und dein Sofa doch sie hätten keinen Wert ohne die Freunde, die diese gerade ruinieren. Es fühlt sich gut an, so familiär, so ungezwungen, frei ist vieleicht ein gutes Wort für dieses Kribbeln. Die Menschen, die dich umgeben, tragen die Wohnung in der du stehst. Die vier Wände um dich herum wirken neben ihnen wie leblose Statisten.

Die Anlage spielt eine CD der Drowners. Kurze Tracks, unendliche Energie und jeder Einzelne im Raum kann jedes Lied mitsingen.

So, hold me down and never let me go
A school boy grin that only goes to show
That I could never have such control
Every time you leave
Every time you leave I wanna go

Auf dem CD Spieler liegen Platten von den Strokes, von Cage The Elephant, von den Smiths, von den Arctic Monkeys und den Wombats. Genau die Musik, die du für diesen Abend brauchst.

Sofas sind eben nicht zum sitzten gemacht.

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Jan

Gründer | Karlsruhe

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